Rückgrat hinter Herzlichkeit


Weltweit führen Sozialwissenschaftler immer wieder Umfragen mit Frauen bzw. Müttern durch und finden bei ihnen nahezu identische Priorisierungen hinsichtlich ihrer Wertvorstellungen. Frauen suchen Frieden und Schönheit, Liebe und Geborgenheit, Gleichberechtigung und Harmonie, und das alles an sicheren Rückzugsorten. (Männer weisen dabei sehr unterschiedliche, eher durchmischte Anschauungen auf.)


Wenn wir uns alle danach sehnen – warum scheint es unmöglich, das zu erreichen?


Weil es eine echte Welt da draußen gibt, die vor der Haustür einer jeden Familie beginnt. Und weil in dieser Welt die Menschen oft nicht meinen, was sie sagen: Heuchelei und Doppelmoral sind an der Tagesordnung. Und andere sehen in jedem oben erwähnten Begriff eine Möglichkeit, um zu lügen, zu stehlen, zu betrügen – und sogar zu töten. Manche wittern Schwäche darin und nutzen diese aus.


Es ist gut, wenn Herzlichkeit und Hoffnung immer im Vordergrund stehen und für alle gelten sollen – besonders auch für diejenigen, um die sich niemand kümmert und denen niemand zuhört. Trotzdem sollte auch ein gewisses Maß an Rückgrat in uns allen angelegt sein, zunächst in jedem Einzelnen von uns und dann untereinander innerhalb eines wertschätzenden Umfelds. Und man muss erkennen können, dass es vorhanden ist. Wir müssen aufrecht für unsere Überzeugungen einstehen – aber nicht als Sklaven, abhängig von einem System des Gehorsams, dem wir uns beugen und das uns klein macht.


Wenn Sie jemand sind, der respektloses Verhalten Ihnen gegenüber zulässt – dann wird man Sie immer wieder schlecht behandeln, Sie manipulieren und in hilflosem Zustand zurücklassen. Rückgrat und Stärke müssen physisch, mental, emotional und vor allem spirituell sein. Wir müssen in der Lage sein, in der realen Welt zu leben, die unmittelbar vor unserer Haustür existiert.


Steel behind grace